Mein Liebchen ist mit dem TGV wieder nach Hause gefahren und ich reise weiter zu meinem nächsten Ziel, dem Lac du Salagou.

Dort richte ich auch sofort den Platz wieder ein, denn ich will hier etwas erleben. Es ist blauer Himmel und 24° und ich kann alle drei Fenster an meinem Zelt offen lassen. Was für ein Novum! Und am Abend brauche ich keine Heizung im Aufenthaltszelt !
Der Campingplatz ist ziemlich abgelegen und ich bin froh, dass es einen Brot Service gibt.
Am nächsten Morgen ist der Himmel wunderbar blau und ich entscheide mich, eine Bike Tour um den Lac du Salagou zu machen. Es ist eine wunderschöne Runde mit super Pfaden und unglaublich schönen Blumen überall, vor allem die über 1 m hohen rosa Blumen sind beeindruckend. Diese Bike Tour ist einfach fast unschlagbar und ich habe sie bestimmt nicht das letzte Mal gefahren heute.

Mein Zelt steht in der vollen Sonne und es ist wahnsinnig heiss. Ich öffne wieder die Fenster, nehme Oliven Apéro und schaue auf den See. Das kleine Wohnmobil vor mir ist heute nicht da oder eventuell sogar abgereist und ich habe freie Sicht auf den See, einfach toll.
Ich entscheide mich für die erste Fahrt mit dem Kanu auf dem See, alles schön dem Ufer mit den roten Felsen entlang und es ist herrlich. Bei einer kleinen Halbinsel gehe ich an Land und danach schwimmen, noch mal herrlich, ich würde sagen etwa 22°. Am Abend betätige ich mich wieder mal als Koch und bereite mir junge Kartoffeln und grüne Spargeln zu. Auch das gelingt mir, heute ist wirklich ein toller Tag.

Da das Wetter heute besser als prophezeit ist, entscheide ich mich nochmals für eine Bike Tour. Ich gehe am Anfang auf der Tour 1 und will dann die Tour 7 anhängen. Erschrocken stelle ich fest, dass mein Orientierungssinn heute nichts wert ist und ich am falschen Ende des See bin!! Also improvisiere ich und will die Tour 2 anhängen. Dabei verfahre ich mich irgendwo und lande dann auf der Tour 3. Den Heimweg mache ich dann wieder auf der Tour 1 dem See entlang. War eine lange Tour heute und ziemlich anstrengend, aber schön. Nach einer Dusche gibt’s Apéro mit Oliven und dann Poulet Filet mit Salat. An diesem Abend regnet es ein bisschen, einmal gibt es einen Riesenkanonenschuss von Donner, so dass ich im Dachzelt zusammenzucke.
Heute ist der Himmel stark bewölkt und während ich am Lesen bin, überlege ich noch, ob ich etwas unternehmen soll. Die Temperatur ist trotzdem angenehm und ich geniesse den freien Blick auf den See. Trotzdem gehe ich für 1 Stunde mit dem Kanu auf den See, bis der Wind stärker wird und ich wieder zurück muss. Es ist toll und entspricht meinen Vorstellungen von Kanufahren, 50 m tragen und auf dem Platz wieder trocknen lassen. Mein Platz ist wirklich super und ich bin begeistert. Sowas habe ich mir für meine Auszeit vorgestellt. Am Nachmittag ist es zwar windig, aber die Sonne kommt immer mehr zum Vorschein und es wird richtig warm. Also gehe ich am Seeufer entlang von einer kleinen Bucht zur anderen und mache Fotos. Es ist wirklich wunderschön hier mit diesen Blumen, ich habe sowas noch nie gesehen. Am liebsten möchte ich noch einen Monat hierbleiben, so schön ist es.
Heute gehe ich wandern beim Cirque de Mourèze und auf den Mont Liausson mit toller Aussicht auf den Lac du Salagou. Es ist windig heute, aber ein herrlicher Tag mit vielen schönen Eindrücken. Auf dem Heimweg gibt es noch einen Café Noisette bei der Mas du Riri, die eine tolle Terrasse mit Seesicht haben. Hier muss ich mal Mittagessen gehen. Eigentlich wollte ich ja einen Pastis nehmen, aber auf der Sonnenterrasse der Bar hatten sie keine Lizenz für alkoholisches, nur wenn man im Restaurant essen geht 🙄.

Am nächsten Morgen gehe ich Einkaufen im Supermarkt. Da es sehr windig ist, lege ich einen gemütlichen Tag im Camping ein und lese an der Sonne. Natürlich gibt es zwischendurch auch einen Baguette- und Käse Apéro mit Rosé. Nun bin ich bereits am Nachtessen mit einem leckeren Curry Poulet Filet und einem riesigen Salat. Diese Mischung liebe ich inzwischen sehr. Schon lustig, bei den heftigen Windböen kommen die Tauben wie betrunken schräg auf mich zugeflogen.
Heute fahre ich eine weitere interessante Tour mit wunderschönen Pflanzen auf einem unberührten breiten Weg. Das Blumenmeer überall, wo man hinschaut, ist überwältigend. Diese Tour ist nicht so gut beschildert, d.h. die gelben Zeichen sind völlig vergilbt. Manchmal sieht man sie fast nicht mehr und man weiss nicht, in welche Richtung man fahren muss, oder das Schild ist einfach nur noch weiss ohne Abbildung. Ich habe den Weg natürlich trotzdem gefunden. Teilweise geht es auf kleinen Strassen auch mal an Weingütern vorbei und dann wieder querfeldein über die wilde rote Landschaft. Diese roten Pisten, die mich an Namibia erinnern, sind wirklich ganz cool zum Biken.

Die Löschflugzeuge fliegen praktisch jeden Tag Patrouille über dem See und üben mit dem Wasser fassen für den Ernstfall. Ich sitze auf der Terrasse bei der Mas du Riri für ein Dreigang Menü. Danach gibt es ein Blues und Rock Konzert von Sidiaz.
Heute fahre ich wieder eine wunderschöne, interessante Mountainbike Tour durch einen geologischen Park. Die Landschaft ist fantastisch und geprägt von einem ehemaligen Vulkan bei Brenas. Es geht auch viel an Weinreben vorbei. Die Pfade sind zum Teil technisch, aber wunderschön zum Fahren. Auch der Ginster und die anderen Pflanzen sind einfach umwerfend, ich kann mein Glück kaum fassen, was ich hier alles zu sehen bekomme. Es ist fantastisch, so habe ich mir die Auszeit eigentlich gewünscht. Auf dem Heimweg noch eine technische Variante am See und die letzte Umrundung des Berges vor dem Camping sind einfach der Hammer, das könnte ich fünf mal hintereinander fahren und es wäre nicht langweilig. Eindeutig die coolsten Bike Pisten, die ich kenne und die Landschaft ist teilweise wie in Namibia, wie ich mich erinnere. Nach einem Apéro mit Baguette, Tomme de chèvre und Trüffelsenf geniesse ich einen Tomaten Mozzarella Salat. Einfach herrlich !!

Heute Morgen bin ich wieder etwa 4 Stunden mit dem Kanu auf dem See, immer schön den kleinen Buchten dem See entlang, diesmal auf der anderen Seite des Campings. Es ist wunderbar, ich fahre bis nach Celles und sogar auf die andere Seeseite. Mitten im See ragen noch einige Baumspitzen aus dem Wasser. Mas du Riri habe ich wieder gesehen, diesmal von Kanu aus.
Wieder zurück mache ich mir einen gemütlichen Nachmittag im Camping mit Früchte Joghurt, Baguette & Guacamole Apero und einem feinen Znacht mit einem Poulet Filet und Antipasti, bestehend aus Auberginen, Peperoni, Champignons und Zucchini. Mit so einer schönen Aussicht von meinem Platz auf den See kann man es einfach nur geniessen. Fazit: ich habe viel zu viel gegessen heute 🙄.
Heute fahre ich die Bike Tour Nummer 7, die sich wieder als super herausstellt. Die tolle Tour führt durch wunderschöne Landschaften, die einerseits die Zeugen des Vulkans und andererseits Landwirtschaftsgebiet mit schönen Feldern und natürlich alles voller Blumen beinhaltet.

Mir fällt hier auf diesem Camping auf, wie viele Leute an meinem Platz vorbei laufen und meine ganze Installation bestaunen.
Ich nutze die Zeit und mache noch mal eine Fahrt mit dem Kanu. Ich muss fast nichts machen, weil ich Rückenwind habe, ich kann mich einfach dem Ufer entlang treiben lassen. Zurück ist es dann wie erwartet natürlich ein Kraftakt und ich muss gegen den Wind und die Wellen ankämpfen. Aber ich schaffe es zurück zum Camping. Die schöne Fahrt ist ein toller Abschluss des Tages.
Heute fahre ich die Biketour Nummer 2. Ich kenne mich nun schon ein wenig aus und kombiniere verschiedene Routen. Wieder zurück geniesse ich einen Apéro und danach eine Abkühlung im See. Danach esse ich meine Soupe de poisson, die ich schon lange dabei habe. Ich sitze an der Sonne und denke mir, die zwei Wochen am Lac du Salagou sind nebst den Alpilles das tollste, was meine Auszeit mir geschenkt hat.
Heute ist es zu heiss fürs Bike. Dafür bin ich wieder 4 Stunden im Kanu, mache neue Fotos und kann sogar den Wasserabwurf des Löschflugzeuges aus dem Kanu von vorne filmen, ach ist das cool. Danach gehe ich kurz Einkaufen und esse schon relativ früh mein Abendessen. Ein deutscher Nachbar hat mein Zelt gelobt. Etwas später kommen er und sein Kollege während meinem Abendessen, bringen ein Bierchen und wollen mit mir anstossen. Er sagt dann, er wäre froh, wenn ich das Motorrad etwas näher zum Zelt stellen könnte, damit er morgen besser wegfahren kann mit seinem Wohnwagen. Habe ich natürlich dann nach dem Bierchen gerne gemacht.
Heute mache ich bereits meine letzte Bikefahrt vor meiner Weiterreise. Zurück im Camping ist es wieder sehr heiss und ich gehe noch für 3 Stunden ins Kanu und schwimmen. Was für zwei Wochen mit diesem tollen Wetter, davon habe ich lange geträumt. Kurze Hosen, T-Shirt, hell bis fast 22:00 Uhr draussen und die Bike Pisten und der abkühlende See 50 m von meinem Zelt entfernt. Übrigens, schon noch interessant, was Gott so mit einem macht. Heute Morgen habe ich von Sorgen und Ängsten abgeben gelesen und heute im Verlauf des Tages finde ich den Autoschlüssel nicht mehr. Ich versuche nicht in Panik zu geraten und bleibe ruhig. Ich werde zwar auch aktiv und erkundige mich bei meinem Liebchen und der Versicherung. Zufällig finde ich den Autoschlüssel dann wieder in meiner Bike Hose, die ich zum Trocknen draussen aufgehängt habe. Ich habe ein Plätzchen im Schatten auf der einen Seite vom Zelt gefunden, damit ich draussen aber nicht an der Sonne sein kann. Perfekt!! Auf meinem Platz hat es einen Maulbeerbaum und ich mache mir von den bereits reifen Früchten ein feines Joghurt. Die Früchte sind etwas schwierig zu pflücken, aber erstaunlich süss.
Am Tag darauf mache ich mir einen gemütlichen Tag im Camping und bereite alles vor für die Abreise zum nächsten Ziel. Am Abend gibt es einen leckeren Burger mit Frites und ein feines Glacé in der Camping Buvette.

Am nächsten Morgen frühstücke ich in der Camping Buvette. Danach fahre ich weiter nach Marseillan-Plage.
Was ich da so erlebe, verrate ich euch das nächste Mal.
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