Eine witzige Bilanz

Meine erste Bilanz nach 50 Tagen Auszeit:

  • 15 m Baguette gegessen
  • 150 Kaffee getrunken
  • 50 Orangen als Saft getrunken
  • 1 kg Butter gegessen
  • 1/2 kg Lavendel Honig gegessen
  • 1 kg Weichkäse gegessen
  • einen stattlichen Berg Oliven als Apéro zelebriert
  • 15 Flaschen Rosé genossen
  • jede Menge Poulet, Fisch und Burger gekocht
  • die halbe Gemüseabteilung vom Carrefour leer gefuttert
  • mein Kopf nimmt bald die Form eines Apfels an
  • 1 Tube Zahnpasta verbraucht
  • 330 km gelaufen
  • dem Aussehen nach einiges an Gewicht verloren
  • 1461 Fotos geschossen und Videos gedreht
  • eine Unmenge von Landschafts- und Wettereindrücken gesammelt
  • sonnige Tage genossen und Stürme mit Windböen bis zu 87 km/h heil überstanden
  • 58.7 Gigabite Datenroaming verursacht, um den Kontakt zur Aussenwelt und den Liebsten zu Hause nicht zu verlieren
  • die Zeit für Musse und tägliche Tasks als Alleincamper hielten sich die Waage
  • 500 x die Wetterprognose angeschaut
  • 500 x von besserem, wärmerem Wetter geträumt
  • mein Keramik Heizöfeli im Aufenthaltszelt so lange laufen lassen, bis der Stecker geschmolzen ist
  • 50 Tage mit mehrheitlich 3-5 Kleiderschichten rumgelaufen
  • bisher mehr oder weniger erfolglos versucht, das Nichtstun zu geniessen
  • herausgefunden, dass Pétanque spielen ohne Freunde und ohne Zuschauer auch nicht der Hit ist
  • mit zusammengebissenen Zähnen gelernt, 250‘000 € teure Wohnmobile neben meinem Zelt zu dulden
  • gelernt, mit dreckigem Motorrad zu fahren und kein schlechtes Gewissen dabei zu haben
  • unzählige Stunden damit verbracht, mir den Grund für meine Auszeit durch den Kopf gehen zu lassen
  • festgestellt, dass meine spirituellen Erfahrungen und Erlebnisse in der Einsamkeit stark zugenommen haben
  • angefangen, meinen Garten zu Hause zu vermissen
  • Sehnsucht entwickelt, die Liebsten zu Hause wieder in die Arme schliessen zu können
  • den Spruch schätzen gelernt: „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nahe liegt“.

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