Nach einem vergeblichen Versuch, am Lac Arena etwas zu chillen, entscheide ich mich, den Windböen zu entfliehen und eine Wanderung auf der windstillen Seite des Rocher de Roquebrune zu unternehmen.

Diese entpuppt sich als Glückstreffer, auch hier werde ich auf dem Pfad von vielen betörenden Mimosen Bäumen begleitet. Nun sitze ich an einem idyllischen Bach, der an mir vorbei plätschert und geniesse die Ruhe. Hier kann man wahrhaft zur Stille kommen.
Da ich die Wanderung nicht geplant hatte, sitze ich nun hier am Bach in Jeans mit vier Jacken, die ich angezogen hatte gegen die winterliche Kälte am Morgen. Von zweien entledige ich mich und lasse die Morgensonne mein Gesicht wärmen . Hier ist es mild und es weht nur eine feine Brise.
Drei nette Damen überlassen mir ihren Platz am Bach. Sie sagen: „Vous n‘ètes pas du coin, n‘est ce pas?“. „Belge?“, ich antworte: „Non, je suis de la Suisse“.
Ich staune, wie schnell man hier flexibel werden kann. Ich wandere notgedrungen  mit meinen Motorradstiefeln und es funktioniert ganz ordentlich.
Eine einzelne riesige Zypresse und eine Zeder ragen aus dem Mimosen Wald. Mein Rastplatz hier ist so idyllisch, dass ich mich zusammenreissen muss, um weiterzuwandern.
Die „Demoiselle coiffée“ verliert mit der Witterung langsam ihr Gesicht und ihr feiner Hals wird immer dünner, aber immerhin, sie ist noch da. Gebildet wurde sie durch eine laaange Erosion.

Ich wandere weiter durch ein lichtes Pinienwäldchen und gelange zu einem eigentümlichen Ort, wo die Witterung grosse Höhlen am rötlichen Fels gebildet hat. Hier kann man manchmal einen Eremiten antreffen. Ein sehr idyllischer Platz, muss ich gestehen und lege eine kleine Pause ein.

Um noch bei Tageslicht zurück zu sein, kehre ich an dieser Stelle wieder um, zurück zu meinem Motorrad. Nach dieser bezaubernden Wanderung sehe ich zuversichtlich weiteren Abenteuern entgegen und freue schon jetzt wie ein kleines Kind auf das bevorstehende Fête du Mimosa in Mandelieu.
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